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850 Jahre Mark Brandenburg

 

Der 11. Juni 2007 wurde der 850. Geburtstag der Mark und somit des Landes Branden­burg mit einem feierlichen Fest­gottesdienst im Dom zu Brandenburg begangen.

Bereits am 9. und 10. Juni beginnen die Feierlichkeiten mit dem Dominselfest. Das Familienfest wartete mit vielen regionalen Spezialitäten wie Havelfisch und selbstgebrautem Bier, Töpfereien und frischem Brot aus dem Original-Slawenofen auf. Als weitere Attraktionen präsentierten die Veranstalter Rundfahrten mit dem Slawenschiff »Dragomira«, einen Streichelzoo oder das ganztägige Bühnenprogramm.

Das 44. Havelfest, vom 15. bis 17. Juni, stellte den Höhe­punkt dar. Im Mittelpunkt des Havelfestes stehen sportliche Aktivitäten rund ums Wasser. Auf vier verschiedenen Bühnen in der Innenstadt und an den Ufern der Havel sorgen prominente Künstler für ein stimmungsvolles und abwechslungsreiches Programm für Jung und Alt.

Der Landtag und die brandenburgische Landesregierung begingen den Tag der Deutschen Einheit mit einem Festakt zu »850 Jahre Mark Brandenburg« und luden alle interessierten Bürgerinnen und Bürger ein zum großen Bürgerfest nach Brandenburg ein. Die Veranstaltungen bewegten sich rund um das St. Pauli Kloster. Bürgerfest und Festakt bildeten den glanzvollen Abschluss der Jubiläumsveranstaltungen zu »850 Jahre Mark Brandenburg«. 

Brandenburg – eines der ältesten Bundesländer

Die "Brandenburg" war seit dem 10. Jahrhundert eine bedeutende slawische Burg und Zentrum einer ausgedehnten Herrschaft. Im Jahr 928/29 wurden Burg und Herrschaft durch König Heinrich I. erobert; vermutlich um 948 wurde hier das erste Bistum östlich der Elbe begründet.

Im Zuge des Slawenaufstandes von 983 vertrieb man die Deutschen erneut. Nach Wiederannäherung und Kooperation zwischen Slawen und Deutschen seit dem 10./11. Jahrhundert gelang es Albrecht dem Bären, dem Markgrafen der Nordmark, sich nach dem Tod des letzten slawischen Herrschers Pribislaw-Heinrich im Jahr 1150 als Erbe in den Besitz der Brandenburg und des Hevellerreiches zu setzen.

Mit Unterstützung des Erzbischofs Wichmann gelang es Albrecht dem Bären am 11. Juni 1157 nach längerer Belagerung und blutigen Kämpfen endgültig, die Burg zurückzuerobern, welche seither dauerhaft in deutscher Hand blieb.

Im Jahr 1157 beginnt somit auch die Herausbildung eines bis dahin nicht existenten, in der weiteren Geschichte jedoch sehr stabilen Territoriums, dessen Ausdehnung und Traditionen ganz wesentlich das heutige Bundesland bestimmen. Brandenburg kann also mit Fug und Recht von sich behaupten, eines der Bundesländer mit der ältesten Herkunft zu sein.